baustein_blau1
baustein_gruen1
baustein_gruen2
baustein_blau2
informatik
medizininformatik
Imagebild

22.11.2018
Von: Gerlinde Hofmann

Ärzte UND Computer – Der Patient im Mittelpunkt

Podiumsdiskussion an der HTL Grieskirchen


Unter dem Titel „Ärzte oder Computer? – Wie sieht die Medizin der Zukunft aus?“ fand am 22.11.2018 in der der Aula unserer Schule eine spannende interdisziplinäre Podiumsdiskussion über die Digitalisierung in der Medizin statt.

 

Jede 7. Diagnose ist entweder falsch oder kommt zu spät. Mit der rechtzeitigen richtigen Diagnose können jährlich 1,5 Mio Patienten gerettet werden. Dies motivierte den Mediziner Dr. Jama Nateqi dazu, die vielfach ausgezeichnete medizinische Suchmaschine Symptoma zu entwickeln, die weltweit im Einsatz ist und derzeit in sechs Sprachen verfügbar ist.

 

Dr. Nateqi berichtete in seinem Impulsreferat über diese Innovation, anschließend folgte eine rege Diskussion mit einem hochkarätig besetzten Podium. Von der Fachhochschule Oberösterreich waren mit DI (FH) Thomas Kern (Center of Excellence für technische Innovation in der Medizin) und FH-Prof. DI Dr. Herwig Mayr (Biomedizinische Informatik, Hagenberg) zwei Wissenschafter  vertreten, die über das breite Spektrum des Informatikeinsatzes in der Medizin und über aktuelle Projekte berichteten.
Erwin Jobst (CGM Clinical GmbH, Steyr) und Mag. Sylvia Brandstätter (opta data GmbH, Linz) vertraten die Informatik-Unternehmen und Dr. David Köpf und Dr. Jama Nateqi  standen für die Ärzteschaft am Podium.

 

Die Diskussion spannte einen umfassenden Bogen über das Thema Digitalisierung in der Medizin.

Über einzelne Anwendungen hinaus, die Diagnosen, Befunderstellung und Therapie revolutionieren, kamen auch praktische Fragen zur Sprache, z.B. nach der Vernetzung von ambulantem und stationärem Bereich und nach der Akzeptanz seitens der Patienten- und der Ärzteschaft.

 

Insgesamt nahmen ethische Fragestellungen einen breiten Raum ein. Interessant zu hören war in diesem Zusammenhang, dass nicht die Ethik den technischen Fortschritt begrenzen muss. Es ist im Gegenteil so, dass sinnvolle Projekte zum Nutzen der Patienten aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden können und der rechtliche Rahmen für die Zusammenarbeit von Medizin und Informatik erst geschaffen werden muss.

 

Der Patient muss im Mittelpunkt stehen und dieser braucht zum Gesundwerden nicht nur die technisch beste Behandlung, sondern vor allem auch ein gelingendes Arzt-Patienten-Verhältnis. Und so sind sich am Ende des Abends alle einig: Ärzte UND Computer – jeweils so eingesetzt, wie es dem Patienten am besten dient und daran wird gemeinsam weitergearbeitet!

 

Für alle, die nicht dabei waren: Die Videoaufzeichnung der Podiumsdiskussion ist demnächst hier abrufbar.

https://www.optadata.at/journal/podiumsdiskussion-aerzte-oder-computer/